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„Forum – Die Debatte im Inforadio“ anlässlich des PRIX EUROPA 2009

Europäische Blicke 20 Jahre nach Öffnung der Grenzen: Vielfalt der Geschichten oder globalisierte Wahrnehmung?

Mittwoch, 21. Oktober, 20:00 Uhr
- Kleiner Sendesaal

Moderation: Harald Asel

20 Jahre nach nach Mauerfall ist klar: der PRIX EUROPA hat sich zum zentralen Forum für den Dialog unter den Medienschaffenden in Ost und West entwickelt. Beim „Forum – Die Debatte im Inforadio“ spricht rbb Kulturjournalist Harald Asel mit prominenten Persönlichkeiten aus Ost und West über ihre ganz persönliche Bilanz seit 89 und ihren Blick auf das Europa von damals und heute:
Welche Hoffnungen haben sich erfüllt? Werden die verschiedenen Traditionen und Erfahrungen wahrgenommen? Sind sich die westliche und die östliche Hälfte Europas näher gekommen? Welche Grenzen haben sich geöffnet, welche sind neu entstanden, real und in der Wahrnehmung? Wird das vielstimmige Europa überdeckt durch den Drang nach einer europäischen Einheitskultur? Und welche Visionen haben jüngere Autoren, Radio- und Fernsehmacher in einer global vernetzten Medienwelt?

Wir laden herzlich zur Teilnahme am Gespräch ein.
Bei Gästen, die nicht akkreditierte Teilnehmer des PRIX EUROPA sind, erbitten wir eine Anmeldung unter Telefon: 030 - 97 993 10 921 oder per Email

Ausstrahlung des Forum-Gesprächs auf Inforadio:
Sonntag, den 8. November, um 11:05 Uhr (Whg 16:05 und 21:05 Uhr)

Lojze Wieser - Österreich

Der renommierte Verleger und Buchautor Lojze Wieser, im österreichischen Kärnten als Slowene geboren und aufgewachsen, wurde Zeit seines Lebens von dieser Schnittstelle zwischen West- und Osteuropa geprägt. 1987 gründete er in seiner Heimatstadt Klagenfurt den Wieser Verlag mit dem programmatischen Ziel, unbekannte Literatur aus Ost-und Mitteleuropa in deutscher Sprache herauszugeben. 2004 erschien eine Sammlung seiner Schriften: „Die Zunge reicht weiter als die Hand – Anmerkungen eines Grenzverlegers“. Für sein besonderes Engagement wurde Wieser mit dem Ersten Österreichischen Staatspreis für Verleger ausgezeichnet.

Agnieszka von Zanthier - Polen / Deutschland

Die Historikerin, Journalistin und Übersetzerin Agnieszka von Zanthier ist seit 2005 Geschäftsführerin der Freya von Moltke-Stiftung für das neue Kreisau, die sich der europäischen Völkerverständigung über alle Grenzen hinweg verschrieben hat. Zuvor hatte sie im Auftrag der Kreisau-Initiative Berlin ein Verbindungsbüro zur internationalen Gedenk- und Begegnungsstätte in Schlesien aufgebaut und sich dabei besonders für deutsch-polnische Jugendprojekte engagiert. Agnieszka von Zanthier wurde in Warschau geboren und lebt seit 1987 in Berlin.

György Baló - Ungarn

György Baló ist ein bekannter Journalist, TV-Produzent und Moderator, der lange Jahre die Abteilung für Kultur, Spielfilm und Dokumentation beim ungarischen Fernsehen MTV leitete. Berühmt wurde er vor allem für seine Interviews mit allen ungarischen Premierministern seit 1990 und internationalen Top-Politikern. Baló verantwortete auch die Berichterstattung über die ersten freien und demokratischen Wahlen in Ungarn 1990. Ein Jahr später wurde er mit dem Pulitzer Preis für investigativen Journalismus ausgezeichnet. Derzeit leitet er die Planungen für den internationalen Fernsehkongress INPUT 2010 in Budapest und moderiert eine tägliche Sendung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Varvara Guljajeva - Estland

Die junge estnische Medienkünstlerin Varvara Guljajeva arbeitet im Bereich Neue Medien / Interface Cultures an der Kunsthochschule Linz in Österreich. 2007/08 war sie DAAD-Stipendiatin an der Universität Lübeck. Neben ihrer universitären Tätigkeit schafft sie eigene künstlerische Werke, die unsere Gesellschaft und das Cyber-Zeitalter reflektieren. Varvara leitet zudem Workshops mit Kindern, Jugendlichen und Künstlern, in denen neue mediale Technologien kreativ eingesetzt werden.


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